Alerts & Hysterese
Alerts feuern, wenn eine Metrik einen Schwellwert verletzt. Damit sie verlässlich und nicht lärmend sind, kennt der Monitor mehrere Mechanismen.
Warnung und kritisch
Jede Regel kann einen Warnungs- und einen Kritisch-Schwellwert haben. So eskaliert ein Alert stufenweise, statt sofort auf „kritisch“ zu springen.
Hysterese – gegen Flattern
Ohne Hysterese löst eine Metrik, die um den Schwellwert pendelt, eine Flut von Auf/Zu-Alerts aus. Zwei Felder verhindern das:
- Resolve-Schwellwert (
ResolveThreshold) – der Alert gilt erst als behoben, wenn die Metrik unter diesen (niedrigeren) Wert fällt, nicht schon bei knappem Unterschreiten des Auslöse-Schwellwerts. - Aufeinanderfolgende gute Messwerte (
ResolveConsecutiveSamples) – es braucht mehrere gute Messungen in Folge, bevor aufgelöst wird.
Beispiel: Auslösen bei CPU > 90 %, auflösen erst bei < 70 % und drei guten Messungen in Folge. Ein kurzer Ausreißer auf 91 % und zurück erzeugt so keinen Alert-Sturm.
Silences – Wartungsfenster
Während geplanter Wartung (Backups, Deployments) unterdrücken Silences (Einstellungen → Silences) Alerts für einen Zeitraum, optional pro Server oder Regel.
Severity-Routing
Alerts werden nach Schweregrad an Kanäle geroutet – z. B. Warnungen per E-Mail, kritische zusätzlich an Microsoft Teams oder PagerDuty. Kanäle werden verschlüsselt in der Datenbank konfiguriert (Einstellungen → Benachrichtigungen).
Server-offline-Korrelation
Ist ein Server selbst nicht erreichbar, würden alle abhängigen Metriken gleichzeitig Alarm schlagen. Der Monitor erkennt das und unterdrückt die Folge-Alerts, meldet nur den Server als offline.
Tuning
Die Seite Reports → Alert-Statistik zeigt Auslösehäufigkeit und Fehlalarm-Quote pro Regel – die Grundlage, um Schwellwerte über die Zeit zu schärfen.